Hypnose und Hypnose­therapie

Anwendungs­bereich der Hypnose

Hypnosetherapie hat verschiedene Anwendungsbereiche. In der klinischen Medizin geht es in erster Linie um den entspannenden Effekt, Schmerzen sowie Ängste zu lindern und eine Reduktion von Schmerzmitteleinsatz zu erreichen. In der Psychotherapie verwendet der Therapeut die Hypnosetherapie um vergessene Ereignisse ins Bewusstsein zu holen oder mit dem Ziel, Gedanken, die zu Störungen in der Verhaltensweise geführt haben, anders zu ordnen und ein neues Verhaltensmuster zu ermöglichen. Hypnosetherapie kann im allgemeinen angewendet werden bei:

  • somatischen Problemen
  • psychosomatischen Störungen
  • psychoneurotischen Störungen
  • Verhaltensprolemen

Nicht alle Patienten sprechen gleich gut auf eine Hypnosetherapie an. Die Fähigkeit eine Trance zu erleben ist individuell sehr verschieden. Mittels verschiedener Tests wurde hinreichend gut belegt, dass circa 10% aller Patienten nicht hypnotisierbar, 20% sehr gut hypnotisierbar und rund 70% sind mäßig suggerierbar sind (vgl. Prudlo, Trenkle und Revenstorf, S. 220). Das Erleben von Trancezuständen kann aber mit Entspannungsübungen und Meditation geübt und verbessert werden. Die Wirksamkeit von Hypnosetherapie ist inzwischen empirisch bestätigt und hat sich als seriöse, gut untersuchte Therapieform herausgestellt. Die Hypnosetherapie kann daher in geeigneter Weise mit anderen Therapieformen (tiefenpsychologisch fundierter Therapie, Verhaltenstherapie) sinnvoll und unterstützend kombiniert werden.

Verlauf der Hypnose­therapie

Die Hypnosetherapie erfordert ein hohes Maß an Vertrauensbezug zwischen Patient und Therapeut (Rapport). Um diesen herzustellen, müssen alle Befürchtungen des Patienten abgeklärt und besprochen werden. Angst, aus der Hypnose nicht wieder aufzuwachen oder die Kontrolle über sich zu verlieren, sind ernsthafte Einwände und müssen in aller Deutlichkeit diskutiert werden. Zu der Befürchtung, nicht wieder aufzuwachen, kann gesagt werden, dass jeder von selbst, auch ohne Therapeuten, nach zwei bis drei Stunden aufwachen würde. Die Angst vor dem Kontrollverlust lässt sich damit entkräften, dass man sich von der Natürlichkeit des Vorgangs überzeugt. Tranceähnliche Erfahrungen wie bei der Meditation, dem autogenen Training oder bei Entspannungsübungen sind ebenso freiwillige Vorgänge, bei denen der eigene Wille etwas zu tun oder nicht zu tun in keiner Weise beeinträchtigt werden kann. In der Natürlichkeit der Trance liegt die Unschädlichkeit und auch die Sicherheit. Der Patient sollte sich geborgen und sicher fühlen, da der Zustand der Sicherheit die Basis für den Erfolg der Hypnosetherapie darstellt.

Für das Therapie Setting ist eine entspannte, bequeme Körperhaltung wichtig. Zur Einleitung der Trance (Induktion) verwendet der Therapeut verschiedene Methoden, wie zum Beispiel Entspannungsbilder oder Sprachmuster. Dieses Vorgehen dient dazu, die Aufmerksamkeit des Patienten weg von der Außenwelt und hin zu seiner Innenwelt zu lenken (Fokussierung). Alles Störende sollte mehr und mehr in den Hintergrund treten. Wenn die Trance eine angemessene Tiefe erreicht hat, folgt die eigentliche therapeutische Phase der Hypnosetherapie, indem der Therapeut durch Suggestionen das Therapieziel thematisiert. Zum Schluß erfolgt die Reorientierung, indem die Aufmerksamkeit des Patienten wieder auf die aktuelle Außenweltsituation zurrückgeführt wird. Dieser Vorgang kann mit gezielter Anweisung, zum Beispiel Rückwärts von zehn bis eins zählen, begleitet werden.

Zum Weiterlesen

Einführung in die Hypnosetherapie

Hypnosetherapie

Literatur

Hypnosetherapie und Hypnose

Klinische Hypnose

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